Die „ICT Turtle Soup“-Strategie ist ein liquiditätsbasiertes Umkehr- und Fortsetzungsmodell, das von den Konzepten von ICT (Inner Circle Trader) inspiriert ist. Die Kernidee besteht darin, dass zeitbasierte Liquiditätsniveaus – wie beispielsweise Tageshöchst- und -tiefststände, Höchst- und Tiefststände des Vortages sowie Eröffnungslücken zu Beginn einer neuen Woche – als Magneten für den Kurs wirken. Wenn diese Niveaus durchbrochen werden, kommt es häufig zu einer Umkehr des Marktes, wodurch sich Einstiegsmöglichkeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit in die entgegengesetzte Richtung ergeben. Die Strategie wird auf dem 5-Minuten-Chart gehandelt, vorwiegend auf NQ oder ES während der New Yorker Vormittagssitzung nach 9:30 Uhr.
Anstatt Trades zu erzwingen, erfordert das Modell Geduld: Zunächst muss ermittelt werden, wohin sich der Kurs als Nächstes am wahrscheinlichsten entwickeln wird, dann muss auf einen Liquiditätsanstieg und eine strukturelle Bestätigung gewartet werden, bevor eine Position eröffnet wird. Es werden zwei unterschiedliche Einstiegstrigger definiert: ein CISD-Retest für Umkehrszenarien und ein FVG-Retest für Fortsetzungsszenarien, jeweils mit eigener Checkliste und eigenen Risikoparametern. Die Strategie ist flexibel genug, um auch auf andere Vermögenswerte und Handelssitzungen angewendet zu werden, was sie über ihre primäre Anwendung auf NQ/ES hinaus zu einem nützlichen Rahmenwerk macht.
So funktioniert die Strategie
Schlüsselbegriffe
Empfohlene FX-Replay-Indikatoren
Eingabeauslöser
Je nachdem, ob es sich um eine Trendumkehr oder eine Fortsetzung handelt, kommen zwei unterschiedliche Einstiegsstrategien zur Anwendung.
Auslöser Nr. 1: CISD-Wiederholungstest, Umkehr
- Warten Sie auf einen TBL-Sweep, ein Hoch oder Tief in Asien oder London.
- Die Tendenz kehrt sich um.
- Warten Sie, bis sich eine CISD-Kerze gebildet hat.
- Steigen Sie mit einer Limit-Order in den CISD-Retest ein.
- Stop-Loss am jüngsten Hoch oder Tief.
- Ziel: gegensätzliche Liquidität, 1,5R oder mehr.
Auslöser Nr. 2: FVG-Wiederholungstest, Fortsetzung
- Ermitteln Sie den voraussichtlichen nächsten Liquiditätsbedarf.
- Der Kurs hat bereits eine Trendwende eingeleitet.
- Achten Sie darauf, ob sich beim Rücklauf ein FVG bildet.
- Steigen Sie mit einer Limit-Order in den FVG-Retest ein.
- Stop-Loss am Hoch oder Tief der FVG-Kerze.
- Ziel auf 2R festgelegt.
Checklisten für den Handel
CISD-Wiederholungsprüfung
- Ein zeitbasierter Liquiditäts-Sweep wurde bestätigt, wobei der Höchst- oder Tiefststand der asiatischen oder Londoner Handelssitzung erreicht wurde.
- Die Umkehrtendenz wird anhand der Schwankungsrichtung und des Kontexts von Aufschlag bzw. Abschlag ermittelt.
- Für die Wiederholungsprüfung des CISD wurde eine Teilnehmerbegrenzung festgelegt.
- Ziele auf gegnerische Liquidität von 1,5R oder mehr ab.
FVG-Wiederholungsprüfung
- Nutzen Sie anschließend die Liquidität, die sich erst dann zeigt, wenn die Kursumkehr bereits eingesetzt hat.
- Es hat sich ein gültiges FVG gebildet. Verwenden Sie das erste FVG einer Serie, es sei denn, Sie sind sich unmittelbar nach dem Eröffnungszug sehr sicher, dass ein neueres vorliegt.
- Eingabe bei FVG-Wiederholungsprüfung einschränken.
- Stop-Loss am Hoch oder Tief der Kerze, die den FVG gebildet hat.
- Take-Profit auf 2R festgelegt.
Kein Handelsmanagement. Lassen Sie die Trades bis zum Stop oder Take-Profit laufen. Stornieren Sie Limit-Orders, wenn das Ziel vor dem Einstieg erreicht wird. Fehlen Parameter, verschlechtert sich die Handelsqualität. Streben Sie ausschließlich A+-Setups an.


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