Das „AMD / Power of Three“-Modell (PO3) von ICT ist ein Rahmenkonzept zur Kursentwicklung, das beschreibt, wie sich Märkte in drei klar unterscheidbaren, wiederkehrenden Phasen bewegen: Akkumulation, Manipulation und Distribution. Das ursprünglich von ICT (Inner Circle Trader) entwickelte Konzept geht davon aus, dass sich Kurse selten geradlinig bewegen. Stattdessen konsolidiert sich der Kurs zunächst, es wird eine falsche Kursbewegung inszeniert, um Marktteilnehmer auf der falschen Seite zu fangen, und schließlich erfolgt die eigentliche Richtungsbewegung. Die Strategie wird während der New Yorker Börsensitzung auf dem 1-Minuten-Chart des NQ gehandelt, obwohl das Modell auch auf andere Zeitrahmen und zwischen den Börsensitzungen angewendet werden kann.
Die entscheidende Erkenntnis liegt in der Manipulationsphase: Anstatt zu versuchen, jede Akkumulationszone zu identifizieren, liegt der Fokus darauf, eine abrupte Bewegung aus dem Akkumulationsbereich heraus und wieder zurück in diesen zu erkennen. Das ist die Manipulation. Sobald diese identifiziert ist, stehen zwei Einstiegsmethoden zur Verfügung: ein während der Manipulationsphase gebildeter Retest einer „Inverse Fair Value Gap“ (iFVG) oder ein Retest der Grenze der Manipulationsbox, wenn keine iFVG vorliegt. Beide Einstiegsstrategien zielen auf 2 Standardabweichungen der Manipulationsphase als primäres Take-Profit-Ziel ab, das auf 4 Standardabweichungen skaliert wird, wenn das 2-STDV-Ziel nicht mindestens 2R bietet.
So funktioniert die Strategie
Die drei Phasen
Ermittlung des Verteilungsziels
Wenden Sie das Fibonacci-Retracement-Werkzeug auf die Manipulationsphase an. Legen Sie die Niveaus bei 0, 2 und 4 fest. Das 2-STDV-Niveau ist das primäre Ziel. Falls es nicht mindestens 2R ab dem Einstieg bietet, verwenden Sie stattdessen das 4-STDV-Niveau als Ziel.
Eingabeauslöser
Nachdem die Manipulationsphase erkannt wurde und der Kurs wieder in die Akkumulationszone zurückgekehrt ist, achten Sie auf einen von zwei Einstiegspunkten im Distributionsabschnitt.
Auslöser Nr. 1: iFVG-Wiederholungsprüfung
- Während der Manipulationsphase entsteht eine Fair-Value-Lücke.
- Eine nachfolgende Kerze schließt durch den FVG hindurch und kehrt ihn damit um.
- Steigen Sie beim erneuten Test des iFVG ein.
- Stop-Loss am Manipulationshoch oder -tief.
- Zielwert 2 STDV oder 4 STDV, falls 2 STDV nicht 2R+ ergibt.
Auslöser Nr. 2: Einrichtung der Box
- Es liegt kein gültiger iFVG-Wert aus dem Manipulationsabschnitt vor.
- Der Kurs schließt wieder in der Akkumulationszone.
- Steigen Sie bei einem erneuten Test der Grenze des Manipulationsbereichs ein – bei einem Hoch für Long-Positionen oder bei einem Tief für Short-Positionen.
- Stop-Loss am Manipulationshoch oder -tief.
- Zielwert 2 STDV oder 4 STDV, falls 2 STDV nicht 2R+ ergibt.
Checkliste für den Handel
- Anhand der Kerzenkörper identifizierte Akkumulationszone mit einem klaren Konsolidierungsbereich und klar definierten Höchst- und Tiefstständen.
- Die Manipulationsphase wurde bestätigt: Es kam zu einer abrupten Bewegung aus der Akkumulationszone heraus und wieder zurück in diese hinein, nicht zu einer allmählichen Abdrift.
- Ausgewählter Einstiegstrigger: iFVG-Wiederholungsprüfung aus dem Manipulationsabschnitt, Trigger Nr. 1, oder Wiederholungsprüfung der Manipulationsfeldgrenze, Trigger Nr. 2, falls kein iFVG vorliegt.
- Stop-Loss-Auftrag am höchsten bzw. tiefsten Kurs der Manipulation platziert.
- Der Take-Profit wird auf 2 STDV der Manipulationsphase festgelegt, sofern diese 2R+ liefert. Ist dies nicht der Fall, wird stattdessen 4 STDV angestrebt.
Fehlen Parameter, verschlechtert sich die Handelsqualität. Streben Sie ausschließlich A+-Setups an.


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